Vita

Barbara Illmer

1958             geboren in Lutherstadt Wittenberg
1982             Praktikantin am H.-Otto-Theater Potsdam
1984             Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Fachrichtung Bühnenplastik
1988             Theaterplastikerin am H.-Otto-Theater Potsdam   
1990             Filmarchitektin beim Animationsfilm der Defa GmbH
ab 1992        freiberuflich im künstlerischen und restauratorischen Bereich
ab 1994        Beschäftigung mit plastischer Keramik
ab 2000        Atelier in Potsdam-Babelsberg           
ab 2005        Beginn mit künstlerischer Bearbeitung von Holz
ab 2007        Arbeit mit Papier, Gestaltung von Papierinstallationen
ab 2010        Bronzeguss
2011             Input des Projektes und Kuratorin der Ausstellung ‚Kindheitsträume’ im Schloss Güterfelde
2012             Konzeption u. Organisation des Projektes ‚Mein Platz im Leben’

Arbeitsweise:

Der innere Drang das Leben zu begreifen, führte mich durch viele Stationen zur schöpferischen, plastischen Gestaltung meiner Empfindungen. Vor allem beeinflusste mich die Architektur der Moderne. Die Verhältnisse der Volumina, das Einsetzen geometrischer Elemente, die Wirkung von Linien und Strukturen oder das Verändern von interessanten Naturformen spielen beim Entstehen meiner Arbeiten eine wesentliche Rolle. Es sind die einfachen geometrischen Grundformen, denen ich mich verschrieben habe.

Zum Beispiel bietet mir der Kegel mit seiner in sich ruhenden und gerichteten Statik durch Kombinieren unzählige Ausdrucksmöglichkeiten. Ebenso arbeite ich mit Flächen oder mit Röhren. Wähle ich das Material Holz, nutze ich vorhandene Ausrichtungen, verändere sie nur geringfügig oder erreiche eine Intension durch das Integrieren schlichter Formen. Wiederkehrende konstruktive Elemente unterwerfe ich einer Reihung. Oft fertige ich Serien, um mich mit meinen Themen intensiver auseinanderzusetzen.

Gleichzeitig sind mir Inhalte wichtig. Themen, die mich gerade beschäftigen, fließen in meine Objekte ein. Der Potsdamer Maler Mikos Meininger sagte einmal: ‚… diese realistische Bilderflut, die uns in allen Medien überschwemmt, erschlägt uns, wird uns letztlich unerträglich werden. Das abstrakte Bild hat für mich einen größeren Wert als ein realistisches Bild – das ist ein Stück Wahrheit und es ist ein Stück Glauben …’
Ähnlich wie M. Meininger meide ich komplexe Bilder – und Formenfluten, durch Reduktion und Spannung konzentriere ich meine Aussagen.